Alexander Kluges Einwände zur Kriegslust, Tweets aus dem Krisengebiet

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Oleh Stefan Schulz und Wolfgang M. Schmitt, Stefan Schulz, and Wolfgang M. Schmitt ditemukan oleh Player FM dan komunitas kami — hak cipta dimiliki oleh penerbit, bukan Player FM, dan audio langsung didapatkan dari server mereka. Tekan tombol Berlangganan untuk mendapat setiap pembaharuan di Player FM, atau salin URL feed ke aplikasi podcast lainnya.

Bevor wir den Salon betreten reden wir über den Krieg und die Gebiete, in denen er sich abzuspielen scheint, beispielsweise Twitter. Wirklich verständlich ist uns die Stimmungslage nicht, aber wir können sagen, wir sind froh, dass wir von unseren Politikern regiert werden und nicht von den Kommentatoren der großen und kleinen Medienhäuser.

Man dürfe den Krieg nicht zum Happening machen, sagt Alexander Kluge. Denn dann verliert man sein Wesen aus dem Blick und damit alles. Wir fragen uns, ob wir überhaupt Maßstäbe für Siege in Kriegen haben, und wann ein Krieg eigentlich endet. Lässt es sich nicht beschleunigen? Die Ukraine kapituliert, der Westen erklärt: Die Wiedereingliederung Russlands in die Weltgesellschaft werde die Aufgabe des nächsten russischen Präsidenten. So breit sind die Diskussionen derzeit noch nicht angelegt.

Im Salon befassen wir uns mit dem „Kampf der Nationen“, wo man zurecht wie über Kriege spricht, die aber keine sind. Patrick Kaczmarczyk hat sein Buch über die Wirtschaftspolitik und die Autoindustrie in Europa so benannt. Es ist nur leicht übertieben. Außerdem befassen wir mit dem „Recht auf Sex“, alte Ideen nochmal neu postuliert. Olaf Scholz ist Thema, der Mann hat offenbar Tiefe. So lesen wir es zumindest in Mark Schieritz‘ Buch, in dem er ihn nicht nur überraschend interessant darstellt, sondern ihn auch ziemlich gut findet. Wir reden über Indien. Nirgendwo nimmt man das Konzept Corona-Recovery so ernst.

Komm’ in den Salon. Es gibt ihn via Webplayer & RSS-Feed (zum Hören im Podcatcher deiner Wahl). Wenn du Salon-Stürmer bist, lade weitere Hörer von der Gästeliste ein.

LIteratur

  1. Der legendäre Filmemacher und Schriftsteller Alexander Kluge sagt im “Zeit”-Interview, dass wir uns nicht mit dem Kriegsvirus infizieren dürfen
  2. Patrick Kaczmarczyk setzt sich in seinem Klugen Buch “Kampf der Nationen” mit der Wettbewerbsideologie und ihrer ruinösen Wirkung auf Volkswirtschaften auseinander. Am Beispiel der Autoindustrie erklärt er, warum neoklassische Politik Innovationen verhindert
  3. Die Philosophin Amia Srinivasan schildert in “Das Recht auf Sex. Feminismus im 21. Jahrhundert” aktuelle Diskurse um Sexualität, jedoch gelangen die Essays oft nicht auf eine ausreichende Abstraktionsstufe
  4. Olaf Scholz ist derzeit Bundeskanzler. Davor war er Finanzminister. Davor Bürgermeister. Davor Innensenator. Und davor Jungsozialist, der den Kapitalismus überwinden wollte. Mark Schieritz hat die großen Linien in einem Buch über ihn nun dargelegt
  5. Tunesische Influencer werben für die Flucht, indem sie ein verzerrtes Bild von Europa zeichnen und Gefahren verharmlosen. Darüber berichtet Edith Kresta in der “taz”
  6. Adam Tooze schreibt derzeit fast stündlich einen Text. In einem fragte er sich, ob die Modern Monetary Theory ein ökonomischer Ausweg für Russland sein kann
  7. Die Proud Boys sind maßgeblich mitverantwortlich für den Sturm auf das US-Capitol. Rechtsnationale Bruderschaften erlebten unter Trump einen enormen Zulauf. Carl Kinsky fasst die Geschichte der Gruppierung in seinem Buch “Proud Boys” zusammen
  8. Sechst Autoren der FAZ schreiben über den „Coup des Kanzlers“. Aber in der Geschichte fehlt das Wichtigste
  9. Indiens Wirtschaft wächst rasant. Damit das so bleibt, will Finanzministerin Nirmala Sitharaman mehr investieren. Allein acht Millionen Häuser sollen in diesem Jahr gebaut werden. Darüber berichtet Mathias Peer im “Handelsblatt”
  10. Hessen tauscht seinen Ministerpräsidenten aus. Katja Thorwarth findet dazu in der Frankfurter Rundschau die richtigen Worte.
  11. Ein Ikea verschönert die Innenstadt? In Wien ist das möglich. Dieses Möbelhaus ist in jeder Hinsicht bemerkenswert – so hat es keine Parkplätze. Harald Willenbrock schreibt darüber in “Brand eins”

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